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Autogenes Training


J. H. Schultz, (1884-1970) entwickelte in den zwanziger Jahren aus der Hypnose heraus das Autogene Training  und stellte es in den dreißiger Jahren vor. Die Methode wurde für  Erwachsene und Jugendliche entwickelt. Das AT wird bis heute angewendet  und immer wieder neu überarbeitet. Erst in den sechziger Jahren  beschäftigten sich die Fachleute zunehmend mit dem Autogenen Training  für Kinder. Hier wurde festgestellt, dass dieses Entspannungsverfahren  in abgewandelter kindgerechter Form auch für jüngere Kinder geeignet  ist. Dabei werden die Übungen z.B. in Entspannungsgeschichten eingebaut.

So ist diese Methode eine Möglichkeit der Gesundheitsvorsorge für Groß und Klein.


Was ist das Autogene Training?


H.J. Schultz definiert das  Autogene Training als „ein vom Selbst sich entwickelndes und das  „Selbst“ gestaltendes, systematisches Üben.“
(Auto = selbst / genos = werden, entstehen)

Das Autogene Training ist  eine Methode der Selbstbeeinflussung, mit dem Ziel sich selbst in einen  Zustand der Entspannung zu versetzten.

Die Grundstufe des Autogenen Trainings umfasst sechs Übungsschritte, die den Kern des AT ausmachen:

  • Schwere
  • Wärme
  • Atmung
  • Regulation der Herztätigkeit und
  • Wärme in der Bauchregion / dem Sonnengeflecht
  • Stirnkühle

Während der Schwereübung,  zum Beispiel, konzentrieren wir uns auf ein bestimmtes Körperteil,  meistens ein Arm oder ein Bein. Dann sagen wir einige Male innerlich für  uns eine Formel, die lauten könnte: "Mein Arm ist ganz schwer." oder „  Auf meinem Arm liegt ein gefüllter Sandsack.“ Nach ein paar  Übungseinheiten kann dann eine leichte Schwere festgestellt werden.  Später kann die Schwere auf andere Körperteile und dann den gesamten  Körper ausgedehnt werden. Beim AT wird auch die Konzentration geschult.

Das Schweregefühl wird hervorgerufen durch die Entspannung der Muskulatur in dem jeweiligen Körperteil.

Während der Wärmeübung  konzentrieren wir uns wieder auf ein oder mehrere Körperteile und  stellen uns vor, wie diese warm werden und dann warm sind. Allein die  konzentrative Vorstellung von Wärme bewirkt, mit etwas Übung, eine  Erweiterung unserer Blutgefäße und führt so zu einer vermehrten  Durchblutung. Diese vermehrte Durchblutung wird als Wärme wahrgenommen.

Das Prinzip ist das Gleiche wie bei der Zitronenübung:

Stellen Sie sich einmal vor, vor Ihnen auf dem Tisch liegt
eine wunderschöne, saftige, gelbe Zitrone.-
Schneiden Sie die Zitrone in zwei Hälften. –
Nehmen sie nun eine Hälfte und führen sie ein Stück an Ihr Gesicht heran,
um sie genau zu betrachten, daran zu riechen.  –
Jetzt berühren Sie die Zitrone, in Gedanken, mit den Lippen und der Zunge  -
und nun erst ganz vorsichtig, dann kräftig hineinbeißen.

Ist Ihnen das Wasser im Mund zusammen gelaufen?? Oder haben Sie sogar Ihr Gesicht ordentlich verzogen?

Ähnlich ist es auch bei  der Schwereübung, bei der Vorstellung von einem gefüllten Sandsack auf  dem rechten Arm, fühlt sich dieser schon schwer an. Später braucht es  nur noch ein „re. Arm schwer“ um das Ziel zu erreichen.

Durch diese kurzen  gedanklichen Befehle, "Formeln" genannt, lassen sich die Muskeln lockern  und entspannen, die Körpertemperatur regulieren, aber auch positiven  Einfluss auf das sog. vegetative Nervensystem nehmen zu können, z. B.  auf die Atem und Herzfunktionen und den Verdauungstrakt.


Wichtig ist, dass nach dem Üben die Rücknahme gemacht wird.
Nur, wer direkt danach einschlafen möchte, darf die Rücknahme weglassen.
Darüber hinaus können wir durch positive Befehle (Autosuggestionen) auch auf
negative Gedanken, Einstellungen, Ängste Gefühlsausbrüche etc. Einfluss nehmen.

Durch den Einsatz von  Entspannungsübungen, die über die Vorstellungskraft laufen und sich an  den Prinzipien des AT orientieren, kommt es, meist schnell zur

  • Verbesserung des Allgemeinbefindens
  • Stärkung der Selbstheilungskräfte und des Immunsystems
  • besseren Erholung (z.B. zu Hause zu erholsameren Schlaf)
  • besseren Stressbewältigung
  • besseren Konzentration
  • Linderung von Nervosität und Unruhe
  • Stärkung des Selbstvertrauens

Wenn der Teilnehmer z.B. an einer der folgenden Erkrankungen leidet sollte es NICHT angewendet werden:
         
  • Anfallserkrankungen wie Epilepsie
  • Erkrankung aus dem psychotischen Formenkreis

             (Paranoia, schwere Zwangsstörungen, akute schwere Depressionen usw.)

  • Asthma Bronchiale
  • akute Magen- und Darmerkrankungen
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